Was ist neu?
Wir heizen iuch wilkommen in unser zît,
in deme jâr des hêrre 1118

Es begab sich also, das just in jenem Jahr, der ehrenwerte und gläubige Gerhard III. v. Wassenberg beschloss, in seiner Stadt das St. Georgs-Stift nebst zugehöriger Basilika zu errichten, die auch später sein Grab beherbergen sollte.

Zur feierlichen Weihe am 30. September 1118 lud er als achtbare Zeugen folgende 5 „Freie des Landes“

Reinardus von Stalburg,
Gerhard III. von Berg,
Goswin II. von Susteren,
Heribert von Melin
Engelbert von Bubenheim

Der Klerus wurde vertreten durch

Bischof Otbert von Lüttich
Probst Friedrich von St. Lambert in Lüttich

sowie 12 weitere Geistliche, deren Namen nur noch zum Teil bekannt sind.

Heinrich, Probst Johannes, Probst Stefan, Steppo,  Probst Arnulf, Probst Emmo, Andreas, Alexander und je 2 unbekannte Probste und Geistliche.

Im Verlauf der Feierlichkeiten fanden die 5 „Freien des Landes“ Gefallen an gemeinsamen Aktivitäten und beschlossen, sich regelmäßig auf der Burg des „Reinardus von Stalburg“ zu treffen. Dies geschieht nun schon seit einigen Jahren und man beheimatete manch umherreisendes Volk in den Mauern der Burg zu Stolberg. Heribert von Melin trieb es zwar in den Norden, aber es blieb auch so mancher Heimkehrer aus dem heiligen Land, der auf seiner Heimreise in Stolberg Station machte. Es waren dies u.A. robrik harbardr, der sagittarius und Ole Karinsson, beides ehemalige Warägergardisten aus Byzanz, der normannische, seines Landes beraubte Adlige „Arnaud de Montfort“, alle 3 zusammen wackere Streiter unter „Gottfried von Bouillon“, sowie der „Freie“ „Hubert Du Lac“. Sie alle sind neben diversen Handwerkern jedes 1. und 3. Wochenende im Kräutergarten anzutreffen.

Einmal im Jahr, zumeist gegen Ende Mai, feiern die „Burgritter 1118“, wie sie sich fortan nennen sollten, ein grosses Fest über 2Tage, zu denen sie alte und neue Freunde laden. Deren Zahl wurde, gestärkt durch gegenseitige und gemeinsame Besuche auswärtiger Lager und Turniere, grösser und grösser. Um nur einige Namen zu nennen, der „Freie Haufe zu Krinvelde“, der „Freie Haufe zu Coeln“, „Gripandilag,“, „Cursus Insanus“, und viele andere mehr im In-und Ausland. 

Mittlerweile haben die Aktivitäten der Burgritter scheinbar soviel Aufmerksamkeit erregt, dass selbst Herolde vom Amt für Bodendenkmalpflege, sowie aus Tintagel/Cornwall und Schifflingen/Luxemburg unser Domizil mit Einladungen erreichen.

Manche Einwohner und möglicherweise auch Ratsmitglieder unserer gewählten Heimatstadt betrachten uns scheinbar noch mit einer gehörigen Portion Skepsis. Die Resonanz vieler Besucher, darunter auch Kindergärten und Schulklassen von nah und fern bestätigt uns jedoch in dem Gefühl, das unser Einsatz von Zeit, Gesundheit und Geld, teilweise mit Hilfe des Museums Torburg,  gehörig dazu beigetragen hat, die Stolberger Burg wieder zu einem lohnenden Ausflugsziel zu machen.

Wir tun es mit Freuden und werden es weiterhin tun. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich einmal persönlich davon überzeugen würden.

Es grüssen

Die Stolberger Burgritter